Roboter steuern mit ROBOprogy


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Wenn am ROBOprogy gelötet wird.....

  1. Verwenden Sie nur Elektronik-Lötzinn mit maximal 1 mm Durchmesser und kein zusätzliches Ätzmittel. Es soll ja schon Leute gegeben haben, die im Baumarkt 3 mm dickes Dachdecker-Zinn gekauft und die Platinenstifte mit "Lötwasser" vorbehandelt haben.

  2. Dazu passt ein kleiner Lötkolben mit dünner, eisen-überzogener Spitze und geregelter Temperatur besser als ein dicker "Brenner" mit zurecht gefeilter Kupferspitze. Wenn dieser Lötkolben über einen Trafo mit beispielsweise 24 Volt betrieben wird, verringert das die Wahrscheinlichkeit, die gegen Spannungsspitzen recht empfindlichen integrierten Bauelemente des ROBOprogy ins Jenseits zu befördern.

  3. Zu Beginn aller Arbeiten am ROBOprogy muss selbstverständlich die Stromversorgung abgeschaltet werden. Wenn ein Netzgerät verwendet wird, soll dieses komplett abgeklemmt werden. Über die Schuko-Leitung sind viele Geräte miteinander verbunden, allerdings wirken die langen Kabel auch als Empfangsantennen für Stör-Impulse.

  4. Solange am ROBOprogy gelötet wird, darf kein Gerät wie Oszillograf, Netzgerät oder Ähnliches angeschlossen sein, damit jeglicher Stromfluss quer durch die integrierten Bausteine vermieden wird. Es sind zwar Schutzdioden eingebaut, diese sollte man aber nicht zu sehr beanspruchen.

  5. Besonders empfindlich sind die ADC-Eingänge des Prozessors, deshalb wurden an dieser Stelle Buchsen und keine Lötstifte eingebaut. Es wird dringend empfohlen, hier die passenden Steckerstifte zu verwenden und diese auch heraus zu ziehen, wenn man daran lötet. Zum Festhalten muss man entweder einen kleinen Schraubstock oder eine Feststellzange oder eine dritte Hand benutzen.

  6. Entfernen Sie nicht den Prozessor MEGA32 aus dem Sockel, weil dabei schon zu oft eines der 40 Pins verbogen wurde. Beim Zurechtbiegen brechen diese dann ganz ab und der ROBOprogy funktioniert möglicherweise nicht mehr...

  7. Gegen Überspannung empfindlich sind auch die Servo-Ausgänge des CMOS-Bausteins 4017. Zum Glück ist dieser Baustein sehr preiswert.

  8. Der Abstand der Lötstifte beträgt nur 2,5 mm und leider gelingt es nur zu oft, dazwischen einen Kurzschluss zu erzeugen. Entweder durch eine Brücke aus Lötzinn oder - schlecht zu erkennen - durch ein seitlich gebogenes Drähtchen der angelöteten Litze. Man soll also sicherheitshalber nach dem Löten mit einem dünnen Schraubendreher zwischen den Stiften auf- und abfahren, um etwaige Kurzschlüsse zu erkennen oder zu beseitigen.

  9. Besser ist es, vor dem Anlöten 15 mm lange Röhrchen aus Schrumpfschlauch über die Drahtenden zu schieben, dann zu löten und zuletzt diese Röhrchen über der Lötstelle zu fixieren. Damit vermeidet man ausser ungewollten Kurzschlüssen auch scharfes Abknicken der Drähte und hat nebenbei einen Miniaturstecker erzeugt. (Wer es noch nicht weiss: Wenn man Schrumpfschlauch mit dem Lötkolben oder dem Feuerzeug erhitzt, wird er dünner und hart)
  10. Besondere Beachtung muss den Zuleitungen zu den Motoren gelten: Diese dürfen - auch wenn sie abreissen sollten - weder untereinander noch gegen einen der Batterieanschlüsse Kontakt bekommen. Dann "stirbt" sehr zuverlässig der Baustein L293D. Ursache ist die Innenschaltung: Das ist eine so genannte Doppelbrücke mit jeweils vier Leistungstransistoren pro Motor. Wenn auch nur einer dieser Transistoren beschädigt wird, bekommt der Motor zumindest in einer Drehrichtung keinen Strom mehr. Auch kleine Batterien können ausreichend Strom liefern, um den L293D zu zerschießen.

Wenn Sie weitere praktische Tips beisteuern wollen, werde ich diese gern hier einfügen. Meine email-Adresse finden Sie in der Abteilung "Bestellen"


11.08.2006

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