Roboter steuern mit ROBOprogy
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Wenn am ROBOprogy gelötet wird.....
- Verwenden Sie nur Elektronik-Lötzinn mit maximal 1 mm Durchmesser
und kein zusätzliches Ätzmittel. Es soll ja schon Leute gegeben
haben, die im Baumarkt 3 mm dickes Dachdecker-Zinn gekauft und die Platinenstifte
mit "Lötwasser" vorbehandelt haben.
- Dazu passt ein kleiner Lötkolben mit dünner, eisen-überzogener
Spitze und geregelter Temperatur besser als ein dicker "Brenner"
mit zurecht gefeilter Kupferspitze. Wenn dieser Lötkolben über einen
Trafo mit beispielsweise 24 Volt betrieben wird, verringert das die Wahrscheinlichkeit,
die gegen Spannungsspitzen recht empfindlichen integrierten Bauelemente des
ROBOprogy ins Jenseits zu befördern.
- Zu Beginn aller Arbeiten am ROBOprogy muss selbstverständlich die Stromversorgung
abgeschaltet werden. Wenn ein Netzgerät verwendet wird, soll dieses komplett
abgeklemmt werden. Über die Schuko-Leitung sind viele Geräte miteinander
verbunden, allerdings wirken die langen Kabel auch als Empfangsantennen für
Stör-Impulse.
- Solange am ROBOprogy gelötet wird, darf kein Gerät wie
Oszillograf, Netzgerät oder Ähnliches angeschlossen sein, damit
jeglicher Stromfluss quer durch die integrierten Bausteine vermieden wird.
Es sind zwar Schutzdioden eingebaut, diese sollte man aber nicht zu sehr beanspruchen.
- Besonders empfindlich sind die ADC-Eingänge des Prozessors, deshalb
wurden an dieser Stelle Buchsen und keine Lötstifte eingebaut. Es wird
dringend empfohlen, hier die passenden Steckerstifte zu verwenden und diese
auch heraus zu ziehen, wenn man daran lötet. Zum Festhalten muss man
entweder einen kleinen Schraubstock oder eine Feststellzange oder eine dritte
Hand benutzen.
- Entfernen Sie nicht den Prozessor MEGA32 aus dem Sockel, weil dabei
schon zu oft eines der 40 Pins verbogen wurde. Beim Zurechtbiegen brechen
diese dann ganz ab und der ROBOprogy funktioniert möglicherweise nicht
mehr...
- Gegen Überspannung empfindlich sind auch die Servo-Ausgänge des
CMOS-Bausteins 4017. Zum Glück ist dieser Baustein sehr preiswert.
- Der Abstand der Lötstifte beträgt nur 2,5 mm und leider gelingt
es nur zu oft, dazwischen einen Kurzschluss zu erzeugen. Entweder durch eine
Brücke aus Lötzinn oder - schlecht zu erkennen - durch ein seitlich
gebogenes Drähtchen der angelöteten Litze. Man soll also sicherheitshalber
nach dem Löten mit einem dünnen Schraubendreher zwischen den Stiften
auf- und abfahren, um etwaige Kurzschlüsse zu erkennen oder zu beseitigen.
- Besser ist es, vor dem Anlöten 15 mm lange Röhrchen aus Schrumpfschlauch
über die Drahtenden zu schieben, dann zu löten und zuletzt diese
Röhrchen über der Lötstelle zu fixieren. Damit vermeidet man
ausser ungewollten Kurzschlüssen auch scharfes Abknicken der Drähte
und hat nebenbei einen Miniaturstecker erzeugt. (Wer es noch nicht weiss:
Wenn man Schrumpfschlauch mit dem Lötkolben oder dem Feuerzeug erhitzt,
wird er dünner und hart)
- Besondere Beachtung muss den Zuleitungen zu den Motoren gelten: Diese dürfen
- auch wenn sie abreissen sollten - weder untereinander noch gegen einen der
Batterieanschlüsse Kontakt bekommen. Dann "stirbt" sehr zuverlässig
der Baustein L293D. Ursache ist die Innenschaltung: Das ist eine so genannte
Doppelbrücke mit jeweils vier Leistungstransistoren pro Motor. Wenn auch
nur einer dieser Transistoren beschädigt wird, bekommt der Motor zumindest
in einer Drehrichtung keinen Strom mehr. Auch kleine Batterien können
ausreichend Strom liefern, um den L293D zu zerschießen.
Wenn Sie weitere praktische Tips beisteuern wollen, werde ich diese gern hier
einfügen. Meine email-Adresse finden Sie in der Abteilung "Bestellen"
11.08.2006
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